Ein Vertrag ist schnell geschlossen, sei es ein Handy oder eine Zeitschrift. Die Kündigung dagegen ist oftmals nur unter schwierigsten Bedingungen zu erreichen. Laufzeiten, die eingehalten werden müssen, Einschreiben mit Rückschein, Anrufe, Briefe, Ärger.
Nicht so bei der c’t. Seit ein paar Jahren hatte ich die Zeitschrift abonniert, mittlerweile kann ich sie aber auch in der Firma lesen, so dass ein zusätzliches Abo obsolet geworden war. Und was ich dann erlebt habe, lässt mich einfach nur staunen.
Die c’t lässt sich beim Standardabo einfach zur übernächsten Ausgabe kündigen. Ich habe die Kündigung per Brief gewählt, hätte aber wahrscheinlich genauso einfach per E-Mail kündigen können. Und jetzt kommt der Hammer: Der Brief ist am 09.05. abgeschickt worden. Schon am 12.05. hatte ich eine Bestätigung in meinem Postfach und am 14.05. war die Rückerstattung des offenen Teils des Jahresabo-Beitrages auf meinem Konto. Schneller geht es einfach nicht mehr.
Und das schlimmste ist: Weil ich durch diesen fantastischen Service jetzt so begeistert bin, habe ich richtig ein schlechtes Gewissen überhaupt gekündigt zu haben.
Kleine Anmerkung am Rande: Ebenfalls am 09.05. ging die Abmeldung für meinen (jetzt ehemaligen) Fernseher per Einschreiben mit Rückschein an die GEZ raus. Mal gucken wie lange die brauchen bis die sich rühren…
Ich hatte ja schon mal drüber nachgedacht, wie ich am Effektivsten gegen Hotlinking vorgehe. Ich hab das Thema dann wegen des bewegenden Plädoyers von Kommentator Analfred der doch noch relativ geringen Menge an Hotlinking-Vorfällen aber doch fallen gelassen.
Heute ist mir dann aber der Kragen geplatzt. Ein Blick in meine Aufrufstatistiken zeigte etliche Fremdzugriffe auf meinen Bilder-Ordner, so dass ich mich hingesetzt habe und meine htaccess angepasst habe. Ich setze dabei ganz bewusst auf eine auf Grafikdateien eingegrenzte Blacklist, damit ich wirklich nur die unerwünschten Zugriffe treffe. Folgende Filter habe ich bisher eingebaut:
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?myspace\.com/ [NC,OR]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?blogspot\.com/ [NC,OR]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?jappy\.de/ [NC,OR]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?kwick\.de/ [NC,OR]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} ^http://(.+\.)?livejournal\.com/ [NC]
RewriteRule .*\.(jpe?g|gif|bmp|png)$ /blog/images/nohotlink.gif [L]
Das sind die Seiten, von denen ich am häufigsten verhotlinkt werde. Von Jappy und Kwick hatte ich vorher übrigens noch nie was gehört. Falls also ein Aufruf von einer dieser Seite auf eine Datei mit den Endungen jpg, jpeg, gif, bmp oder png erfolgt, wird statt der angeforderten Datei das Bild nohotlink.gif angezeigt. Im Moment hat dieses gif eine Breite von 1 px und eine Höhe von 2500 px – das gibt interessante Designeffekte auf den anfordernden Seiten, falls es dort nicht abgefangen wird. Später werde ich für diesen Zweck noch einen Comic zeichnen oder den Platz als Werbefläche verkaufen (Hat diese grandiose Idee eigentlich schon mal jemand gehabt?).
Die Liste kann man jetzt beliebig erweitern. Ich werde aber zusätzlich die Webmaster der betreffenden Seiten noch anschreiben. Mal schauen was dabei rauskommt.
Wenn man andere Leute an sein Grafiktablett lässt, dann kommt dabei oftmals der Wunsch: Ich will mich auch so zeichnen wie du die Leute zeichnest, so schwer kann das nicht sein. Das stimmt meistens auch, aber die Schwierigkeit besteht dann doch eher im routinierten Umgang mit dem Tablett. Prinzessin Pissie hat sich dann folgendermaßen portraitiert:
Und auf besonderen Wunsch hin habe ich Ihre pissige Hoheit dann auch nochmal gezeichnet. Mir gefällt ja Ihre eigene Version besser, weil wegen authentisch und so, aber gut.
Und jetzt seid ihr dran: Zeichnet euch, wie Ihr in meinem Comic-Universum aussehen würdet. Das muss nicht perfekt sein, ich bin nur mal interessiert was dabei rauskommen würde. Eure Zeichnungen schickt ihr bitte an schnitzel@blogbrother.de. Vielleicht winkt ja sogar ein Preis…
[Trigami-Review]
Wer kennt das nicht: Eine Projekt soll geplant werden und die nötigen Vorarbeiten wie Terminplanung, Aufgabenverteilung und grundsätzliche Abstimmungen ziehen sich oft unnötig hin, geeignete Termine für Treffen sind nur schwierig zu finden und am Ende sind alle unwichtigen Aufgaben dreifach erledigt – die Dinge mit der höchsten Priorität sind zwei Tage vor der Deadline allerdings noch unbearbeitet. Um solche Projektkiller-Situationen bereits im Vorfeld zu verhindern gibt es eine Vielzahl von Tools, eines davon ist Moreganize.
Die Seite wurde von schweizer Studenten entwickelt und beinhaltet vier Werkzeuge
Die einzelnen Tools können ohne Anmeldung benutzt werden, die Erstellung ist in ein paar einfachen Schritten in wenigen Augenblicken erledigt. Nach der Eingabe der erforderlichen Daten bekommt man zwei Links. Einen der Links schickt man dann an die Teilnehmer der Gruppe, der andere ist zur Verwaltung des benutzten Tools vorgesehen. Als Ersteller hat man die Möglichkeit sich über alle Änderungen und Eintragungen, die von den Teilnehmern vorgenommen werden, per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Man kann außerdem alle Einstellungen nachträglich noch ändern und sich die Ergebnisse als XLS- oder PDF-Datei ausgeben lassen. Alle Nutzer haben zudem die Möglichkeit die Ergebnisse per RSS-Feed zu abonnieren. Nimmt man sich zwei Minuten für die Registrierung, so hat man zukünftig alle erstellten und benutzten Tools auf seiner MyMoreganize-Seite, mehr Vorteile konnte ich bei der Registrierung nicht erkennen.
Mobbinghilfe integriert
Ein großes Manko (oder doch ein Feature?) von Moreganize ist, dass die verschickten Links an die Teilnehmer nicht personalisiert sind und somit auch keinem Benutzer zugeordnet können, so dass man beispielsweise problemlos die Eingaben des Vorgängers abändern kann – gerade bei größeren Personengruppen gibt es immer Leute, die sich nicht leiden können. Der verhasste Kollege guckt auf dem nächsten Projektgruppentreffen sicherlich sehr verdutzt, wenn er nach dem Fortgang seiner Aufgabe gefragt wird, von der er bisher noch gar nichts wusste. Die angepriesene Geheimhaltung der eingetragenen E-Mail-Adresse wird so auch zur Farce, da man durch Klick auf ‘Eintrag bearbeiten’ sämtliche Adressen der anderen Teilnehmer ebenfalls ansehen und bearbeiten kann. Abhilfe würde hier die Nutzung von personenbezogenen Links schaffen, so dass jeder User seinen eigenen Link bekommt, der somit eindeutig nur seinen eigenen Eintragungen zugeordnet werden kann. Das erschwert natürlich die Weitergabe der Links, da jeder Nutzer seinen Link vom Verwalter des Tools bekommen müsste, macht aber die Ergebnisse um einiges Verlässlicher. Dadurch ließe sich auch das im Augenblick mögliche mehrfache Abstimmen bei Umfragen durch einfachen Reload verhindern.
Die Optik stimmt noch nicht
Optisch könnte man die Seite als aufgeräumt bezeichnen, allerdings ist das ganze für meinen Geschmack zu farblos und zu langweilig. Teilweise bekommt man den Eindruck, dass sich einfach noch niemand so recht mit dem Design der Seite auseinander gesetzt hat. Es fehlt an vielen Stellen ein wenig an Struktur und Farbe, wodurch die Übersichtlichkeit ein wenig leidet. Zum anderen fehlt mir ein wenig ein einheitlicheres Layout. Kein Beinbruch, solange die Funktionen stimmen. Die Bedienung ist einfach und dank dem Javascript-Framework MooTools schnell, mitunter aber auch ein wenig unstrukturiert. An einigen Stellen werden Informationen erst beim Mouseover angezeigt, obwohl noch Platz genug wäre diese Sachen anzuzeigen (z. B. könnte man die Deadlines in der ToDo-Liste direkt anzeigen, viel mehr Platz als das Kalender-Symbol würde das auch nicht kosten).
Fazit: Nützlich, aber unansehnlich
Moreganize bietet vier nützliche Funktionen auf einer Seite, die sich schnell anlegen und Nutzen lassen. Die Bedienung ist relativ intuitiv und einfach, aufgrund der Tatsache, dass jeder die Einträge der Anderen ändern kann, allerdings im Augenblick nur für gut harmonisierende Gruppen zu empfehlen. Für die kurze Abstimmung oder Terminabstimmung zwischendurch ist Moreganize aber ein nützliches Tool, das ich sicherlich zur Planung eines gemeinsamen Abends mit ein paar Freunden (wenn ich denn welche hätte) gut einsetzen könnte, auch wenn die Optik mir so gar nicht zusagt.